Öffentlichkeitsarbeit

Donau-Projekt abgeschlossen

Autor: JÜRGEN BUCHTA / SÜDWESTPRESSE Ulm 21.06.2010

 

Ulm. Zwei Jahre lang haben sich Senioren entlang der Donau ausgetauscht und über Zukunftsfragen diskutiert. Jetzt hoffen sie, dass sie diese Arbeit mit Förderung der Europäischen Union fortsetzen können.

 

Das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (Zawiw) der Ulmer Uni arbeitet schwerpunktmäßig mit älteren Menschen zusammen. Vor einigen Jahren hatte es das Projekt „Townstories“ ins Leben gerufen: Menschen ab 50 Jahren aus einem halben Dutzend Ländern schrieben ihre „persönlichen Stadtgeschichten“ auf.

Das jüngste Projekt des Zawiw „Danube Networkers“ (deutsch: Donau Netzwerker) knüpfte in Teilen an diese Arbeit an. Wie aus dem Namen ersichtlich, stand dabei der Fluss im Zentrum der Betrachtung. Weiterbildungsinteressierte Senioren aus Deutschland, Österreich, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien beschäftigten sich mit Brücken entlang der Donau und den Menschen, die an und auf der Donau arbeiten, mit Naturdenkmälern und interkulturellen Begegnungen.

 

„Ziel dieser Arbeit war“, so es berichtet Zawiw-Geschäftsstellen-Leiterin Carmen Stadelhofer, „eine Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Seniorenbildung entlang der Donau zu schaffen und ihren Ausbau zu fördern“.

 

Diese von der Europäischen Union (EU) geförderte „Lernpartnerschaft“ startete im August 2008. Seither arbeiten sieben Partnergruppen – eine Serbin und eine Italienerin stießen später hinzu – dauerhaft themenbezogen zusammen und tauschten sich übers Internet aus. Zweimal im Jahr trafen sie sich, um sich persönlich kennenzulernen. In Ulm stand jetzt ihre vorläufig letzte Begegnung an. Das Projekt läuft aus, und die Männer und Frauen diskutierten, was sie während dieser Arbeit gelernt haben udn wie sie weiter miteinander Kontakt pflegen können. Große Hoffnungen setzen sie auch auf die EU, bei der sie zwei Anträge zur Förderungen der politischen Arbeit entlang der Donauländer eingereicht haben.

 

Entlang der Donau werden vergleichsweise viele verschiedene Sprachen gesprochen, hieß es während dieses letztes Treffen. Und bis vor wenigen Jahren hätten sich die Älteren in den einzelnen Ländern kaum jemals ihre Landesgrenzen hinte sich gelassen, so dass sie kaum persönliche Kenntnisse über ihre Nachbarn entwickeln konnten.

 

„Obwohl wir uns im Wesentlichen auf Deutsch oder Englisch austauschen, entdeckten wird doch, dass unsere Sprachen, so unterschiedlich ihre Ursprünge auch sind, viele Gemeinsamkeiten aufweisen“, berichtete eine Teilnehmerin. Was den ein oder anderen schon bewogen hat, wenigstens ein paar Worte aus seiner Nachbarsprache zu lernen.

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