Danube-Networkers
Franz Knapp, der malende Fährmann
Text: Lotte Stiegler
Video: Stevan Fajana
Ein Interview mit dem Sohn im Atelier seines Vaters
Unter den zeitgenössischen niederösterreichischen Künstlern nimmt der Maler, Zeichner und Graphiker Franz Knapp eine Sonderstellung ein.
Sein ganzes Schaffen ist keine pessimistische Deutung des Zeitgeistes, sondern immer ein Spiegelbild seiner Selbst. Er absolvierte eine Ausbildung an der graphischen Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und die Schule des Sehens, auf Einladung Prof. Oskar Kokoschkas in Salzburg.
Hingegen begleitete ihn schicksalshaft das Wasser. Geboren und aufgewachsen in Gaming, wanderte er schon in jungen Jahren die Erlauf abwärts und blieb dann für immer an der Donau hängen. Als Fährmann lernte er den Strom kennen wie kein anderer.
Die Donau fließt wie Platten aus dünnem Eis, die sich übereinander schieben, kein Künstler hat das so charakteristisch festgehalten wie Franz Knapp.
Franz Knapp ist kein Neuerer, kein Stürmer, kein Revolutionär. Und doch hat er, der vom Strom geprägt wurde, der Stromlandschaft seiner Heimat, dem Nibelungengau, seinen künstlerischen, unverwechselbaren Stempel aufgedrückt.


