Danube-Networkers

Interkulturelle Begegnungen - Kroatien

Text: Smiljana Spika Prskalo, Antica Popovic



Ein kurzer Augenblick für lang andauernde Erinnerungen

(Autor: Smiljana Spika Prskalo, POUZ/UEB, Zagreb, Kroatien)

 

Etwas, was in meiner Erinnerung blieb, ist ein wunderbares Abendessen in einem Restaurant in den rumänischen Gebirgen. Dort wurden uns die ausgesuchten rumänischen Spezialitäten serviert. Wir hörten uns die lebhafte Musik und die bekannten Donaulieder an. Die Musik weckte in unseren Herzen die Phantasie von der Donau, die wir verfolgten von Deutschland aus, durch Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Boldova und Ukraine. Unser Tisch zeichnete sich durch nationale Vielfältigkeit aus: Gisella, Piroschka, Martin und Gyorgy waren aus Ungarn, Hans und Horst aus Deutschland and Gordana und Smiljana aus Kroatien. Es war eine beispielhafte Definition der multikulturellen Geselligkeit.

 

Diese Nacht ist „vorbeigeflossen“ wie die Donau selbst und ich denke immer noch darüber nach wie wunderbar jede Gelegenheit ist, bei der wir einander die Schönheiten unserer Heimatländer entdecken und vor allem, wie wir in Frieden miteinander leben und Freunde werden können.  

 

 

 

Multikulturelle Erfahrung entlang der Donau

(Autor:  Antica Popovic, POUZ/UEB Zagreb, Kroatia)

 

Obwohl wir aus den verschiedenen Ländern gekommen sind, haben wir sehr viel Gemeinsames. Da sind einige Beispiele: das Wort „hren“ (horseradish) wird in Kroatien, Rumänien und Österreich gebraucht und bezeichnet ein und dasselbe, nämlich eine Pflanze die man als Gewürz beim Kochen benützt. Albert Einstein, der weltberühmte Physiker wurde in Ulm (Deutschland) geboren und war mit Mileva Maric aus Novi Sad (Serbien) verheiratet. Er lebte kurze Zeit in Novi Sad dann zog er nach Prag (Tschechische Republik), dann nach Berlin (Deutschland) und schließlich nach USA um.

 

Während unseres Treffens in Wien sangen wir   Lieder über die Donau in verschiedenen Sprachen und genossen die Zeit der  Gemeinsamkeit. Wir hoffen, dass nach solchen Treffen manche der vorhandenen Vorurteile abgebaut werden und dass eine neue Donaugemeinschaft  entstehen wird.

 

 

 

Anstatt Mauern Brücken bauen

(Autor: Antica Popovic, POUZ/UEB Zagreb, Kroatien)

 

Es gibt verschiedene Brücken – diejenigen aus festem Baumaterial, aber auch symbolische, Vorstellungsbrücken. Obwohl wir geographisch getrennt sind, sind wir nicht getrennt in unserem Geist.

 

Die geistigen Brücken zu bauen heißt die Hand den Schwächeren, den Missbrauchten, den Kranken, den Armen und den Andersartigen  zu geben. 

 

Obwohl die Menschen in der Donaugegend in den verschiedenen Ländern leben, sie haben viel Gemeinsames, denn sowohl die Donau als auch die Brücken zwischen ihren Ufern, verbinden sie in vielerlei Hinsicht.

 

In meiner Heimatstadt Dubrovnik, die sich an der Adriaküste befindet, sagt man: „Wenn du deinen Finger ins Wasser steckst, bist du verbunden mit Allem auf der Welt“.




Organisation
U3A Zagreb
Datum
22.06.2010
Kategorie
Interkulturelles


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