Danube-Networkers
Interkulturelle Begegnungen – Ungarn
Text: siehe Überschriften
Maria Borbély
Die verschiedenen Kulturen manifestieren sich im Verhalten von Menschen, in ihren Taten. Das Projekt Danube Networkers ist daher von unschätzbarem Wert, denn es bot Senioren der Donauländer der EU die Möglichkeit, einander zu treffen und zusammen tätig zu sein. Mir persönlich bereitete das große Freude. Obwohl wir alle dem europäischen Kulturkreis angehören und die Grundlagen unserer Kulturen ähnlich oder gar gleich sind, war es interessant die kleinen Unterschiede zu beobachten. Ich fand es z.B. gut, dass die originale Musik ihrer Völker von Bulgaren und Rumänen auch im Alltag gepflegt wird. Nach meiner Erfahrung ist das in anderen Ländern nicht so.
Obwohl wir alle das Internet benutzen, müssen wir uns auf diesem Gebiet noch stark entwickeln, damit unsere Beziehungen unmittelbarer werden.
Das große Engagement der Teilnehmer(innen) erleichterte die Zusammenarbeit, andererseits bereiteten die Mängel in den Fremdsprachenkenntnisse Schwierigkeiten.
Ich würde gern an einem Nachfolgeprojekt teilnehmen. Dabei sollte man vielleicht versuchen, in Gruppen aus Senioren unterschiedlicher Nationalität zu arbeiten.
Nach meiner Ansicht sind solche Projekte zur Schaffung eines gemeinsamen Europa nicht nur nützlich, sondern auch unerlässlich.
Ildikó Gál
Ich fand es sehr gut, dass uns Einblick gewährt wurde in Sitten, Kultur, Freizeitgestaltung anderer Länder, in die Arbeit von Zivilvereinen (Klubs)
Positiv war, dass überall alle bemüht waren, freundschaftlich alle Kenntnisse und Kräfte einsetzend, zum Erfolg des Projekts beizutragen.
Ein Nachteil für mich war, dass ich - wohl teilweise selbst verschuldet – keine Fremdsprache spreche, und deshalb mit den anderen nicht so kommunizieren konnte, wie ich es gewünscht hätte.
Auch allgemein gab es sprachliche Schwierigkeiten.
Die Idee, Senioren der Donauländer von der Quelle bis zum Schwarzen Meer in einem Projekt zusammen zu bringen, finde ich großartig, wo die Donau vorbeifließt, schmiegt sie sich ja in allen Ländern gleich ans Ufer.
Ich werde bestrebt sein, die Erfahrungen mit dem Projekt hier in Ungarn vielen zu vermitteln.
Edith & György Kátay
Es war nützlich zu erfahren, auf welche Weise Senioren zu aktiver, sinnvoller Lebensführung angeregt und an vielerlei gesellschaftlichen Tätigkeiten beteiligt werden können, z.B. in der Hochschulbildung (Universität Ulm).
Beigetragen zum Kennen lernen von Kultur, Traditionen und Naturwerte der verschiedenen Länder haben: die gute Idee mit der „Ulmer Schachtel“ (deutsche Gruppe), die Vorstellung der bulgarischen Trachten, die Kostproben allgemein bekannter Nationalspeisen, das Singen von Volksliedern (z.B. in Piteşti.)
Schade, dass wir nach dem guten Anfang in Ulm das Kennen-Lernen der Sprachen von einander nicht mehr forciert haben. Das Vorhandensein der Sprachbarrieren war bei jedem Treffen spürbar.
Piroska Kovács
Die Begegnungen brachten mir, uns, Kultur, Geschichte, Sitten, Kunst und Landschaften der Donau-Länder näher.
Zwischen Mitgliedern der einzelnen Gruppen sind dauerhafte Beziehungen entstanden.
In größtem Maße nachahmenswert fand ich das, was wir im Zusammenhang mit der Weiterbildung von Senioren in Deutschland sehen konnten.
Dank meiner Teilnahme am Projekt habe ich den Gebrauch von Computer und Internet gelernt, meine grundlegenden Deutschkenntnisse erneuert und einen Englischkurs auf der Grundstufe absolviert.
Márton Mucsi
Das Projekt war für mich in mehrerlei Hinsicht fruchtbringend, es ist immer schön, Menschen aus aller Welt kennen zu lernen und es war ein großes Erlebnis, verschiedene Strecken der Donau zu bereisen. Es war interessant zu sehen, wie die Menschen an zwei von einander entfernten Punkten desselben Flusses leben, in wie weit sie dessen Gegebenheiten und Schönheit nutzen.
Als höchsten Wert des Projektes erachte ich die interkulturelle Kommunikation, wie wir unsere Erlebnisse und Gedanken zum jeweiligen Thema in einer Einheit zusammenfassten.
Ich empfinde es sehr wertvoll, dass Töchter und Söhne von Völkern, die mit einander lange Zeit verfeindet waren, jetzt in friedlichem Einvernehmen, gemeinsame Ziele verfolgend, die Länder der anderen besuchten, einander bewirteten, und von einander lernten.



