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Brücken in Ulm/Neu-Ulm - Nachkriegssituation 1945 und später

Text: Lilo Nold



Zunächst bleibe ich mit meinen Gedanken zum Thema „Brücken" in meiner Heimatstadt Neu-Ulm, die „Stadt auf dem rechten Ufer der Donau", gegenüber der „ehemaligen Reichsstadt Ulm"

 

Und da wäre ich gleich beim Thema: gäbe es in unserer Stadt keine Brücken über die Donau, würde vom württembergischen Ulm keine Verbindung zum bayerischen Neu-Ulm vorhanden sein. und umgekehrt.

 

Schon im 19. Jh. gab es in Ulm/Neu-Ulm 4 Brücken über die Donau: von Westen her gesehen die Ringbrücke, heute Adenauer Brücke, Herdbrücke, Brücke über die kleine Donau, und die Gänstorbrücke.

 

Welche Bedeutung für die beiden Städte Brücken immer hatten, habe ich bereits als Kind (1945) kennen gelernt, nämlich als am Ende des 2. Weltkriegs im April 1945 alle Donaubrücken gesprengt wurden, waren dadurch Familien getrennt worden, auch die Telefonanschlüsse waren zerstört und nicht mehr vorhanden, also gab es keinerlei Verbindung mehr zu einander.

 

Für mich ist ein weiteres wichtiges Ereignis in Erinnerung geblieben. Hätte es nicht eine von einer alten Frau betriebene Fähre gegeben, wäre für mich die Einschreibung ins Gymnasium 1945/46 nicht möglich gewesen. Meine Schulbildung hätte einen ganz anderen Weg genommen.

 

Einige Zeit später gab es dann schon eine bessere Verbindung nach Ulm. Die amerikanischen Besatzungssoldaten bauten eine Ponton-Brücke über die Donau. So war eine begrenzte Möglichkeit vorhanden, wieder auf die andere Seite der Donau zu gelangen. 1946 wurde dann bereits die Herdbrücke wieder aufgebaut (?) und im Westen auch eine Holzbrücke, genannt Schillerbrücke.

 

Heutzutage haben täglich tausende von Menschen dieseits und jenseits der Donau die Möglichkeit, der Ausbildung (Gymansien, UNI usw.), und dem Beruf nachzugehen bzw. am kulturellen Leben der beiden Städte teilzuhaben, abgesehen von den menschlichen Beziehungen.

 

Nun mache ich noch einen Sprung zurück in der Geschichte. „1805 - Napoleons Feldzug um Ulm" Die Oberelchinger Donaubrücke (ca. 10 km von Ulm entfernt) war für die österreichischen Truppen der Weg ins Verderben, nämlich in der Schlacht bei Elchingen. Sie wurden von der Truppen Napoleons Bonaparte mit Marschall Ney, die von der bayerischen Seite über die Donaubrücke nach Elchingen kamen, geschlagen.

 

Also nicht immer führt der Weg über eine Brücke ins Glück.





Organisation
ZAWiW Ulm
Datum
06.05.2009
Kategorie
Brücken


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