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Die Donau – eine europäische Lebensader

Text / Foto(s): Christl und Heinz Pfeiffer



Geographie

Unter geographischen Gesichtspunkten betrachtet entspringt der Donaubach inmitten einer Vielfalt von Landschaftsformen auf 670 m Meereshöhe. Die Donauquelle ist in die Baarlandschaft eingebettet. Nur wenige Kilometer in Richtung Westen befindet sich das Quellgebiet des Neckars, einem der großen deutschen Flüsse, im Schwenninger Moos. Während der Neckar in Richtung Westen fließt, ist die Fließrichtung der Donau, als einzigem der bedeutenden deutschen Flüsse, in Richtung Osten.

 

Im Westen bildet die Baar den Übergang zum Schwarzwald und im Osten zur steil aufsteigenden Schwäbischen Alb. Entsprechend vielfältig ist die Pflanzen- und Tierwelt in diesem Gebiet. Mit 2850 km Länge ist die Donau nach der Wolga der zweitlängste europäische Fluß und sie verbindet auf dieser Länge zehn Länder mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen miteinander.

 

Um die Quelle des Donaubaches herum hat sich im Laufe der Jahrhunderte die Stadt Donaueschingen entwickelt. 1292 erstmals urkundlich erwähnt ist die Stadt heute eines der wirtschaftlichen und kulturellen Zentren auf der Baar und den angrenzenden Regionen von Schwarzwald und Schwäbischer Alb.

 

 

Die Quellfassung

Die Fassung der Donauquelle wurde im Laufe der Zeit mehrfach verändert. Eine Beschreibung derselben und ein Holzschnitt tauchen erstmals 1538 auf. 1875 erfolgte eine neue Quellfassung mit einer Skulptur  „Die junge Donau als Kind im Schoße der Baar".  Diese Skulptur wurde 1896 von der heutigen Marmorgruppe  „Mutter Baar mit ihrer Tochter der jungen Donau"  abgelöst. Die Skulptur von 1875 steht heute am Zusammenfluß von Brigach und Breg.

 

 

Die Anziehungskraft der Donauquelle

Die starke Anziehungskraft der Donauquelle für den Tourismus wird durch die hohe Zahl an Tages-, Rad- und Bustouristen die die Quelle jährlich besuchen dokumentiert. Die höchste Besucherfrequenz verzeichnet die Quelle im Sommer, aber selbst im Winter kommen noch viele Menschen zum Donauursprung. Seit der Öffnung des „Eisernen Vorhangs" hat das verbindende Band der Donau bei allen Donauanrainern  an Bedeutung zugenommen. An der Donauquelle finden sich immer mehr Besucher aus den ehemaligen Ostblockländern ein. Sieben ehemalige Ostblockländer und Donauanrainer haben ihre Verbundenheit mit der Donauquelle dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sie dort Texttafeln anbringen ließen.

 

 

Der Streit um den Ursprung der Donau

Aufgrund des Fehlens einer eindeutigen Donauquelle gab und gibt es immer wieder Streit um den Ursprung des Flußes. Die Quelle des „Donaubächles" liegt eindeutig auf Donaueschinger Gemarkung. Da heute der Zusammenfluß von Brigach und Breg auch international als Beginn der Donau anerkannt ist, reklamiert die Stadt Furtwangen den Ursprung der Donau für sich. Auf ihrer Gemarkung bei der Martinskapelle entspringt die Breg, mit 48 Kilometern der längste der drei Zuflüsse. Dieser Streit ist der Grund warum die Donau im Gegensatz zu Flüssen mit eindeutiger Quelle von der Mündung aus rückwärts gemessen wird. Kilometer 0 liegt im Donaudelta beim Leuchtturm von Sulina.

 

 

Die baden-württembergische Donau

Die Donau legt auf deutschem Gebiet 663 Kilometer zurück, davon rund 200 Kilometer durch Baden-Württemberg. Dieses Teilstück der Donau zwischen Donaueschingen und Ulm ist auch der ursprünglichste und unberührteste  Abschnitt des Flusses. Ein solches Glück verdankt die Donau der Tatsache, daß sie auf  dieser Strecke weder tief noch breit genug ist, um als Wasserweg genutzt zu werden. Eine derartige Nutzung ist erst ab Ulm möglich. Entsprechend  gering sind die Eingriffe in die Natur und entsprechend groß die Anziehungskraft für Touristen.

 

Zu den beeindruckendsten Landschaften in diesem Teilbereich gehört u.a. die Donauversickerung zwischen Immendingen und Möhringen. Ein Großteil des Wassers versickert hier im Kalkfelsen. Im Sommer verschwindet manchmal sogar das gesamte Wasser, welches dann in einem kaum erforschten Höhlensystem versickert. Während ein Teil des Wassers 12 km südlich 185 tiefer als Aachquelle wieder an die Oberfläche kommt, speist ein anderer Teil ab Möhringen den Fluß wieder mit Donauwasser.

 

BrigachquelleChristl an BrigachDonaubächle fließt in BrigachSt.Johann über der QuelleQuelle
mit Statue




Organisation
ZAWiW Ulm
Datum
03.05.2009
Kategorie
Brücken


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