Danube-Networkers

Besuch im europäischen Parlament

Danube –Networkers im europäischen Parlament in Straßburg

 

Am 15.6.2010 machten sich 60 Danube-Networkers im Rahmen des Partnerschaftstreffens in Bad Urach auf den Weg nach Straßburg. MEP Michael Theurer, deutscher Abgeordneter im Europäischen Parlament, hatte die 7 Partnergruppen zu einem Besuch des Europäischen Parlaments und zu einem Gespräch mit ihm eingeladen. Für viele Teilnehmende war es der erste Kontakt mit einer europäischen Institution.

 

 

GesprächMEP
Michael TheurerMEP
Thicau, MEP Lohan, C.
Stadelhofer
 

Zuerst erfolgte ein Rundgang durch das Gebäude und ein Mittagessen in der Kantine.

Von 14- 16 Uhr fand eine Gesprächsrunde mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments statt. MP Michael Theurer und die beiden rumänischen MEP Silvia-Adriana Ticau und Petru Luhan aus Rumänien nahmen sich ausreichend Zeit, die Donaustrategie der europäischen Kommission detailliert vorzustellen, auf brennende wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen im Donauraum einzugehen und die vielfältigen Fragen der Seniorinnen und Senioren zu beantworten. Michael Theurer verwies darauf hin, wie wichtig es sei, nach langen Jahren der „Donaumonarchie“ nun zusammen eine „Donaudemokratie“ zu entwickeln. Hier sei die Zivilgesellschaft besonders gefragt, deswegen freue er sich auch über Initiativen wie die Danube-Networkers. Frau Ticau hob ebenfalls die Bedeutung der Zivilgesellschaft für ein gute wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit in der Donauregion hervor, wobei Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit, soziale Wohlfahrt, Tourismus, aber auch Bildung wichtige Themen seien.

 

 

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Den teilnehmenden „Danube-Networkers“ war es ein Anliegen, dass in diesem von ihnen insgesamt positiv beurteilten Prozess der Entwicklung von Strategien für den Donauregion die Zivilgesellschaft und deren Zusammenwachsen ausreichend berücksichtigt wird. In vielen Kurzbeiträgen und Fragen bezogen sie sich insbesondere auf die Situation der Älteren in den Donauländern und den Fakt, dass in den meisten dieser Länder das Altersbild überhaupt noch nicht positiv ist und dass für Ältere wenige Angebote zur Weiterbildung gemacht werden. Es gelte, ihnen lebenslanges Lernen und die Nutzung der neuen Medien zu ermöglichen, damit sie sich bis ins hohe Alter aktiv in die Gesellschaft einbringen können. Sie übergaben den Abgeordneten das zu diesem Zeitpunkt von knapp 50 Institutionen aus allen Donauländern unterschriebene Statement „Angebote des Lebenslangen Lernens für Ältere als gesellschaftliche Notwendigkeit im Donauraum“ und den Projektvorschlag zu „University-based Lifelong Learning and Use of ICT, especially E-Learning, for Fostering Older Adults’ Social Participation in the Danube Region.

Sie forderten Frau Ticau, Präsidentin und Herrn Theurer, Vice-Präsident des „Donau-Forums“ des Europäischen Parlaments, in dem sich 60 MEP zusammengetan haben, auf, das Thema „Ältere Mitbürger/innen in den Donauländern“ in das „Donau-Forum“ einzubringen. Es sei von zentraler Bedeutung, sich mit der Vielfalt der Lebenslage Älterer, deren Versorgungsbedürfnisse, Weiterbildungsbedürfnisse und -notwendigkeiten, aber auch Möglichkeiten des Kompetenztransfers zu beschäftigen.

Die Senior/-innen waren sehr interessiert, zu erfahren, welche konkrete Maßnahmen und EU-Programme es gibt. In diesem Zusammenhang stellte Frau Ticau das Calypso-Programm, ein Tourismus-Programm der EU, vor, das derzeit v.a. für Spanien modellhaft erprobt wird, aber durchaus auch für den Donauraum Anwendung finden könnte.

Die Danube-Networkers erklärten ihre Bereitschaft, ihr Expert/-innen-Wissen im Bereich ältere Mitbürger/-innen in den Donauländern einzubringen und verwiesen in Anbetracht der demographischen Entwicklungen auf die Dringlichkeit, sich um die Lebenslage der älteren Generation und die Förderung des Dialog Alt-Jung zu kümmern. Da das „Donau-Forum“ kürzlich Vertreter/-innen der Jugend zu einem Expert/-innengespräch eingeladen hat, baten sie darum, auch Vertreter/-innen der älteren Generation zu einem Gespräch einzuladen.

 

Abschließend wurde ein Gruppenbild mit dem Gastgeber MEP Theurer gemacht, bei dem auch Frau MEP Elisabeth Jeggle, die an diesem Nachmittag einen anderen Termin hatte, kurz dazu stieß, um die Danube-Networkers zu begrüßen.